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 Sprachförderung

 Beschreibung verschiedener Sprachfördermodelle

Anmerkung:
Wir haben die Beschreibungen der auf dieser Seite vorgestellten Sprachfördermodelle sorgfältig und gewissenhaft recherchiert. Dennoch kann es vorkommen, dass Angaben noch unvollständig sind, oder irgendwann nicht mehr dem neuesten Stand entsprechen. In diesen Fällen würden wir uns über eine kurze Info freuen.

 In den Waiblinger Kindergärten gibt es unterschiedliche Sprachfördermodelle. Wir wollen Ihnen hier die Möglichkeit geben, sich einen Überblick zu verschaffen. Seit 2009 gibt es ein trägerübergreifendes Sprachförderkonzept in den Waiblinger Kindertageseinrichtungen, das auf dem Denkendorfer Modell basiert.   

  1. Denkendorfer Modell
  2. Freiberger Modell (und Würzburger Modell)
  3. Weitere Modelle:
    "Entdeckungen im Zahlenland"
    Sprachförderung nach Landesstiftung

1. Das "Denkendorfer Modell" der Evangelischen Landeskirche

 Beim Denkendorfer Modell handelt es sich um ein ganzheitliches Sprachförderungmodell für ausländische Kinder und Kinder mit Migrationshintergrund. Das Modell wurde bereits vor 30 Jahren entwickelt. Mittlerweile werden damit in Waiblingen auch Kinder mit Deutsch als Erstsprache gefördert. Das Modell ist besonders auf sprachverzögerte Kinder ausgerichtet.

Ablauf

  • Die Sprachhelferin kommt mehrmals in der Woche in die Einrichtung.
  • Die förderbedürftigen Kinder werden in einer kleinen Gruppe individuell unterrichtet.

Praxisbeispiel

Das Denkendorfer Modell wird trägerübergreifend in allen Waiblinger Einrichtungen angewandt. Weitere Infos hier...

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Freiberger Modell

Grundidee und Bestandteile

Das Freiberger Modell der ganzheitlichen Sprachförderung im Kindergarten wurde von der Arbeits- gruppe Sprachförderung Freiberg/Neckar entwickelt. Es ist eine Weiterentwicklung des Würzburger Trainingsprogramms.
Das Freiberger Modell besteht aus drei Bausteinen:
1. Sprachförderung für alle Kinder ab 3 Jahren
2. Intensivförderung in Kleingruppen ab 4 Jahren
3. Prävention von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten für alle Kinder im letzten halben Jahr vor der Einschulung

 Dokumentation

Voraussetzung und Bindeglied für die Arbeit mit den Bausteinen ist die regelmäßige Erfassung und Dokumentation der Entwicklungsschritte der Kinder. Dazu wurde ein Beobachtungsbogen entwickelt, mit dem die Erzieherinnen jedes Kind einmal im Jahr genau beobachten und seine Entwicklungs-schritte feststellen.
Der Beobachtungsbogen dient zudem als Grundlage für die Einleitung intensiver Sprachförderung und für Elterngespräche.

Ablauf

  • Der wichtige dritte Baustein des Freiberger Modells ist dadurch charakterisiert, dass die Erzieherinnen mit allen Vorschulkindern im letzten halben Jahr vor der Einschulung 20 Wochen lang in täglichen Sitzungen von 15-20 Minuten Sprachspiele in kleinen Gruppen durchführen.
  • Das Material für diese Spiele ist in den ersten 10 Wochen das Würzburger Programm "Hören, lauschen, lernen", in der 11.-20. Woche die Freiberger Sprachspiele "Hören, sehen, verstehen".
  • Beim Würzburger Programm machen die Kinder die Erfahrung, dass Sprache nicht nur einen Inhalt hat sondern auch eine Form, die man hören kann: Lauschspiele, Reime und Verse sprechen, Reimwörter bilden, Wörter in Silben zerlegen und sie wieder zusammenfügen und die Position eines Lautes in einem Wort erkennen sind Inhalt dieses Programms.
  • In den Freiberger Sprachspielen erlernen die Kinder das Prinzip des Buchstabenlernens, der Buchstaben-Laut-Verknüpfung und der Darstellung von Buchstaben durch Körperfiguren oder durch Lautgebärden. Anhand von kleinen Geschichten und bebilderten Reimen werden 12 Buchstaben eingeführt.

Praxisbeispiele

  • In Waiblingen wird das Freiberger Modell z.B. in den katholischen Kindergarten St.Theresia und St.Martin angewandt.

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Weitere Modelle, die in Teilen umgesetzt werden

Entdeckungen im Zahlenland

 Entstehung des Projekts

"Komm mit ins Zahlenland" lautet der Arbeitstitel eines Projektes, welches im Auftrag des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport an verschiedenen Kindergärten und Kindertageseinrichtungen in Lahr (Ortenaukreis) durchgeführt wird. Das Projekt wird von der Robert Bosch Stiftung drittmittelgefördert und läuft seit 1. Februar 2003.

Ganzheitliches Förderkonzept

Neben grundlegenden Inhalten der elementaren Mathematik - wir bewegen uns überwiegend im Zahlenraum von 1 bis 10 - umfasst "Entdeckungen im Zahlenland" eine generelle Förderung der Wahrnehmung, der Merkfähigkeit, der Motorik, des gesamten Ausdrucksvermögens und vor allem der Sprache. Gerade die Sprachentwicklung wird beim Aufbau mathematischer Kompetenzen implizit wirksam mitgefördert, da sie sich dabei allein aufgrund des Wissenszuwachses stetig ausdifferenziert.
Das Programm beinhaltet aber auch Elemente einer musikalischen Früherziehung. Die Vermittlung elementarer Mathematik mit Hilfe musikalischer bzw. gesanglicher Elemente sowie mit Hilfe von "Zahlengeschichten" fördert die Sprachentwicklung nachhaltig.
 

Ablauf

  • Der Sprachunterricht erfolgt 2x in der Woche mit je zwei Schulstunden. Der Unterricht wird von einer Erzieherin des Kindergartens und einer Grundschullehrerin gemeinsam durchgeführt.
  • Das Angebot richtet sich an alle Kinder mit einem besonderen Förderbedarf. Das Programm "Entdeckungen im Zahlenland" beginnt derzeit ein halbes Jahr vor der Einschulung und erstreckt sich bis in die ersten beiden Grundschulklassen.
  • Am Unterricht nehmen ca. zwei bis drei Kinder pro Kindergartengruppe teil. Die Sprachförderung wird einrichtungsübergreifend angeboten.

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Sprachförderung nach Baden-Württemberg Stiftung

"Sag mal was - Sprachförderung für Vorschulkinder"

Die Landesstiftung Baden-Württemberg führt seit Juni 2003 das Projekt "Sag mal was - Sprachförderung für Vorschulkinder" durch. Mehr als 50.000 Kinder haben bereits daran teilgenommen.
Mit diesem Projekt möchte die Landestiftung daran mitwirken, individuelle Lebenschancen von Kindern durch Unterstützung des Spracherwerbs - insbesondere der deutschen Sprache - im Vorschulalter zu verbessern. Vor allem Kinder mit Migrationshintergrund, aber auch Kinder mit Deutsch als Muttersprache, sollen und können von der intensiven Sprachförderung profitieren. 
Dem Sprachfördermodell der Baden-Württember-Stiftung liegt ebenfalls ein ganzheitlicher Ansatz zugrunde. Da dieses Förderungkonzept auch für Kinder mit geringem Förderbedarf sehr gut geeignet ist, wurde es grundsätzlich in die Arbeit der Kindergärten intergriert und in den Sprachförderplan für die städtischen Einrichtungen aufgenommen.
Eine Teilnahme an dem Projekt der Landesstiftung ist nur möglich, wenn bestimmte Anforderungskriterien erfüllt sind.

Ablauf

  • Der Sprachuntericht findet immer an den gleichen vier Tagen in der Woche statt. Eine Erzieherin des Kindergartens führt den Unterricht durch.
  • Das Angebot richtet sich an alle Kinder einer Einrichtung, welche Anfang November das fünfte Lebensjahr vollendet haben. Dies sind die auch Kinder, die im darauffolgenden Herbst in die Schule kommen (Einschulungsjahrgang).

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